Transparenz auf dem Teller

Desmoani von Landesleiterin Jaqueline Traxl

19. Februar 2026

 

 

Transparenz auf dem Teller

Wer in Tirol essen geht, vertraut der Gastronomie. Man erwartet Qualität, Ehrlichkeit und Genuss mit gutem Gewissen. Doch oft bleibt unklar, woher Fleisch, Milch oder Gemüse auf dem Teller tatsächlich stammen. Eine verpflichtende Herkunftskennzeichnung in der Gastronomie ist daher kein Eingriff in die Freiheit, sondern ein notwendiger Schritt zu mehr Transparenz, Regionalität und Wertschätzung.

Tirol wirbt mit Regionalität und bäuerlicher Tradition. Viele Wirtinnen und Wirte leben diese Haltung bereits vor. Doch ohne klare Regeln entsteht ein Ungleichgewicht: Wer ehrlich regional einkauft, konkurriert mit jenen, die günstige Importware verwenden, ohne dies offenzulegen. Eine verpflichtende Herkunftskennzeichnung schafft faire Bedingungen und schützt jene Betriebe, die auf Qualität und Nähe setzen.

Für Gäste bedeutet Transparenz vor allem eines: Entscheidungsfreiheit. Niemand wird gezwungen, regional zu bestellen. Aber wer bewusst Tiroler Produkte unterstützen möchte, soll dies auch erkennen können. Informierte Entscheidungen stärken das Vertrauen zwischen Gastronomie und Gästen.

Zugleich ist Herkunftskennzeichnung ein Zeichen der Wertschätzung gegenüber der Landwirtschaft. Sie macht sichtbar, woher Lebensmittel kommen und welche Arbeit dahintersteckt. Regionalität wird so vom Werbewort zur überprüfbaren Realität.

Herkunftskennzeichnung schafft Klarheit – und Klarheit stärkt das Vertrauen.

jacky.traxl@gmail.com

 

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