
Junglandwirte nicht vergessen
Die GAP 2028 steht vor der Tür – doch eines fällt sofort auf: Die jungen Landwirte tauchen praktisch nicht auf. Und das ist ein Problem. Sie sind das Herzstück unserer Landwirtschaft, die Zukunft unserer Höfe und ein entscheidender Faktor für lebendige Regionen. Österreich liegt EU-weit im Spitzenfeld, wenn es um junge Hofübernehmer geht – doch dieser Vorsprung droht zu schwinden, wenn die nächste Generation nicht gezielt unterstützt wird.
Investitionen in Junglandwirte wirken, wie ein Startguthaben: Höhere Direktzahlungen, inflationsangepasste Niederlassungsprämien, gezielte Förderungen für Digitalisierung, Tierwohl und innovative Betriebsstrategien machen den Einstieg in die
Landwirtschaft attraktiv und sichern die Existenz der Betriebe. Auch Bildung spielt eine zentrale Rolle: Praxisnah, digital und politisch informiert werden junge Landwirtinnen und Landwirte zu innovativen, resilienten Unternehmerinnen und Unternehmern.
Wer die Junglandwirte außen vorlässt, riskiert Betriebsaufgaben, Abwanderung aus den Regionen und das Ende der kleinstrukturieren Vielfalt, die Österreich ausmacht. Die GAP 2028 muss endlich die junge Generation in den Mittelpunkt stellen – damit Österreich seine Spitzenposition bei Hofübernahmen nicht verspielt. Junglandwirte sind keine Randgruppe – sie sind die Zukunft. Und die GAP 2028 muss das klar widerspiegeln.
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