18. April 2023
Wer hätte gedacht, dass ein Bär einen Menschen tötet. Ja, dies dürfte schon vorgekommen sein, aber eigentlich kennt man solche Meldungen kaum bis gar nicht und wenn, dann in Regionen, die fern sind und eine räumliche Nähe nicht gegeben ist. Also bis auf eine Pressemeldung halb so schlimm. Ähnlich scheint mir der jüngste Vorfall im Trentino, bei dem ein Jogger von einem Bären getötet wurde. Anfangs habe ich mir tatsächlich gedacht, es bleibt bei einer kurzen Pressemeldung und damit hat sich's. Sozusagen bloß keinen Staub aufwirbeln und erledigt ist die Sache.Fakt ist jedoch, dass genau das passiert ist was in Wahrheit prognostiziert war. Großraubtiere machen auch vor Menschen nicht halt! Auch wenn dieser Vorfall einige hundert Kilometer von uns entfernt passiert ist, ist das „Problem" näher denn je. Großraubtiere sind eine Gefahr für Mensch und Tier! Wer dies bis dato noch nicht wahrhaben wollte, sieht es mittlerweile an den klaren Tatsachen. Insgeheim haben sich wohl viele gedacht, dass es erst einmal einen Zwischenfall mit einem Menschen geben muss, damit in Sachen Entnahme von Raubtieren etwas passiert. Dass nun im entsprechenden Fall in Italien wieder Debatten laufen, wer denn schlussendlich schuld an der Sache ist, kann eigentlich nicht wahr sein. Aber es ist wahr! Abschuss eingestellt und Verhaltensregeln aufgestellt. Wenn nun nicht einmal Zwischenfälle mit Menschen ernstgenommen werden, sind wir völlig fern der Realität.Bereits im August 2022 haben die Jungbäuerinnen und Jungbauern aus Nordtirol, Südtirol und dem Trentino länderübergreifend ein gemeinsames Positionspapier zum Thema Großraubtiere verfasst, indem wir unsere Bedenken und Einstellung klar zum Ausdruck gebracht haben. Auch wir waren der Meinung: Wenn nichts gröberes, sprich mit Menschen passiert, wird sich wohl nicht so schnell etwas ändern. Jetzt ist es passiert und wir fordern endlich eine klare Linie zum Schutz von Mensch und Tier!
d.traxl@tsn.at
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