Ein neues Land mit seinen Traditionen kennenlernen, eine Fremdsprache verbessern oder Berufserfahrungen im Ausland sammeln, das alles können Gründe für ein internationales Praktikum sein. Die Landjugend fungiert als Schnittstelle zwischen interessierten Jugendlichen ab 16 Jahren mit landwirtschaftlichem Hintergrund und den Partnerorganisationen in den gewünschten Zielländern. Für Schülerinnen und Schüler landwirtschaftlicher Fachschulen sowie höherer land- und forstwirtschaftlicher Schulen, die an einem Praktikum in Europa im Jahr 2023 interessiert sind und Fördermittel aus dem EU-Programm Erasmus+ erhalten möchten, endet die Bewerbungsfrist am 15. Jänner 2023. Auch danach ist eine Bewerbung für ein internationales Praktikum möglich, allerdings ohne finanziellen Zuschuss.
Vermittelt werden Praxisplätze in den unterschiedlichsten Betriebssparten in den europäischen Staaten Irland, Dänemark, Deutschland, Schweiz und Frankreich. Auch bei eigenen Betriebsvorschlägen hilft die Landjugend weiter und unterstützt außerdem bei der Organisation einer passenden Versicherung und der Förderabwicklung von Erasmus+. Bevor es über die Grenze geht, gibt es in einem Vorbereitungsseminar im Frühling 2023 noch wichtige, abschließende Inputs und während des Praktikums übernimmt die Partnerorganisation im Zielland die Betreuung.
Erfahrungsbericht aus Spanien
„Ich verbrachte meinen Sommer auf einem Weingut in einer kleinen Stadt auf Mallorca. Während meines Aufenthalts hatte ich nicht nur die Möglichkeit, viel für meine berufliche Zukunft mitzunehmen, sondern ich konnte mich auch persönlich weiterentwickeln. Auch wenn es mit Sicherheit eine Herausforderung war, für drei Monate von der Familie getrennt zu sein und eine neue Sprache zu erlernen, genoss ich die Chance neue Leute zu treffen, Freundschaften zu schließen und eine andere Kultur kennenzulernen. Während meines Praktikums bekam ich einen guten Einblick in jeden Prozessschritt des Weingutes und konnte mich auch bei jeder anfallenden Frage an jemanden wenden, der sich Zeit nahm, alles zu erklären. Im Juli half ich hauptsächlich bei den Reifekontrollen im Weingarten und konnte auch einiges von der Forschungsarbeit sehen. Während der Ernte arbeitete ich dann meistens im Weinkeller und im Labor. Sowohl bei der Remontage, bei den Analysen der Weine als auch beim Etikettieren der fertigen Flaschen durfte ich mitwirken. Auf dem Tagesplan stand auch die Kontrolle der Gärung in den verschiedenen Tanks. Die Freizeit kam nicht zu kurz, an den Wochenenden oder besonders heißen Sommertagen hatte man die Möglichkeit in weniger als einer Stunde zum Strand zu fahren. Es war eine tolle Möglichkeit, neue Berufserfahrung und viele schöne Eindrücke zu sammeln, die mir wohl noch lange in Erinnerung bleiben werden", erzählt Verena Svehla über ihr Praktikum in Spanien.
Die Landjugend Österreich punktet mit 22 Jahren Erfahrung in der Vermittlung internationaler Praktika, die Teil des Schwerpunktes „young & international" und somit Teil der internationalen Weiterbildung von Jugendlichen im ländlichen Raum sind. Diesen Sommer konnten wieder rund 330 Schülerinnen und Schüler aus landwirtschaftlichen Schulen in ganz Österreich von diesem Angebot profitieren. Nähere Informationen zu einem internationalen Praktikum stehen auf der Homepage der LJÖ unter landjugend.at/praktikum zur Verfügung. Die Mitarbeiterinnen im Landjugend-Büro geben gerne Auskunft per E-Mail an internationales@landjugend.at
Praktikum, IFYE, Erasmus – was ist das? Was passt für mich am besten? Die Antworten auf diese Fragen liefert die Podcast-Folge „Landjugend goes International" der Landjugend Österreich.
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