30. November 2022
In meiner Kindheit war es eine Besonderheit, wenn im Advent meine Mutter Birnen-Kloatzen gebacken hat.Im ganzen Haus duftete es für mich nach Weihnachten. Bei uns zu Hause wird das Früchtebrot mit einem Teigmantel verschönert. Links und rechts am Ende des Laibes, am Scherz, kommt jeweils ein Namenskärtchen. Jeder in der Familie bekommt einen ganzen Laib mit seinem Namen. Beim Anschnitt meines Weckens bekommt meine Taufpatin den ersten Scherz. Den hinteren Teil bekommt meine Firmpatin. So ist's bei uns der Brauch. So war es aber nicht immer, denn Zeiten ändern sich ...„Friara wor da Brauch a bissl onascht", sagte meine Oma, als wir vor Kurzem über das Klotzenbrot sprachen. Zu ihrer Zeit war das Klotzenbrot ein Weihnachtsgeschenk.„Wia i no a jungs Diandl gwesn bi, hun i auf mein Kloutznscheaschtz gonz guat aufpasst", sagte meine Oma, und man konnte ihr ansehen, dass sie in alten Erinnerungen schwelgte. Sie schmunzelte ein wenig und meinte: „I hu den Meineng oiwei an Heistock inn fagrom." Dieser Brauch war mir neu, und so kam die Neugier in mir auf.„Jo Diandl, den hot koana stoin deafn, weil den hob i fi den Buam aufkoitn, dea wos mia gfoin hot", erklärte mir meine Oma in einem Satz.Wie sieht das bei euch zu Hause aus? Welchen Brauch pflegt ihr in der Weihnachtszeit?
magdalenamillinger@hotmail.com
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