Das, was mich am meisten enttäuscht, ist die Tatsache, dass hier ganz offensichtlich ein politisches Spiel auf dem Rücken unserer jungen, ehrenamtlichen Mitglieder ausgetragen wird", so Traxl. Ein politisches Spiel sei es vor allem deshalb, weil für ihn zwar aus rechtlicher Sicht die Rückzahlungsaufforderungen absolut unerwartet erfolgt seien, aus politischer Sicht orten Traxl und Hechenberger jedoch eindeutig politisches Kalkül der anderen Parteien.
„Die Rückzahlungsaufforderungen des NPO-Fonds kamen für uns komplett überraschend!", schildert Landesleiterin Bettina Hechenberger, wie es zu den Antragstellungen kam. „Unsere Mitglieder in den Ortsvereinen haben nach bestem Wissen und Gewissen gehandelt und genau wie ihre Kollegen von diversen ortsansässigen Vereinen wie Sport- und Skiverein, der Musikkapelle, der ortsansässige Chor etc. die Hilfe für gemeinnützige Vereine beantragt", so Hechenberger weiter.
„Derzeit werden die Anschreiben von entsprechenden Experten geprüft und weitere Schritte geplant. Dass die Rückforderungsschreiben 13 Tage vor der Landtagswahl herauskommen und noch dazu in derselben Woche, in der Landesobmann Dominik Traxl vor den U-Ausschuss gezerrt wird, deutet klar auf eine politisch gesteuerte Aktion hin", führt Hechenberger weiter aus. Sie zitiert aus dem damaligen Pressestatement von Vizekanzler Werner Kogler: „Heute ist mit Sicherheit einer meiner bedeutendsten Tage als Bundesminister, weil es um eines meiner Herzensanliegen geht – die Zivilgesellschaft. Ja, wir haben lange gerungen. Der Non-Profit-Fonds kann nun endlich ab 8. Juli die Anträge entgegennehmen und umgehend mit der Auszahlung beginnen."
Dazu meint Hechenberger: „Ich verstehe nicht, weshalb das für unsere Ortsgruppen, die gerade in Zeiten der Pandemie einen wichtigen Beitrag für die Gesellschaft geleistet haben, nicht gelten soll und unsere engagierten Mitglieder sich Anfeindungen der Opposition gefallen lassen müssen. Das was hier passiert, ist ein ernstzunehmender Anschlag auf das Ehrenamt."
