Angriff auf das Ehrenamt – wir stehen hinter unseren Mitgliedern!
Aufklärung ist uns sehr wichtig, deswegen wollen wir Hintergrundinformationen zu den Unterstützungen aus dem NPO-Unterstützungsfonds der Ortsvereine unserer Jugendorganisation geben. In Tirol gibt es rund 290 eigenständige Ortsvereine der Jungbauernschaft/Landjugend (JB/LJ) mit eigenem Statut, Vereinsregisterzahl, Rechtspersönlichkeit und eigener unabhängiger Finanzgebarung. Unsere Ortsgruppen sind dafür bekannt, dass sie die gesamte Jugend des ländlichen Raumes ansprechen, so ist es auch in den Statuen festgelegt. Unsere Ortsvereine sind in den Gemeinden Tirols die größten und aktivsten, meistens sogar die einzigen, Jugendorganisationen, die sich gemeinnützig engagieren.
In den Diskussionen und Berichterstattungen der vergangenen Tage hätten wir uns mehr Objektivität und Respekt gegenüber unserer rund 18.000 Mitglieder gewünscht. Leider wurden Aussagen getätigt, die wir als massiven Angriff auf unsere ländliche Jugend und das Ehrenamt wahrnehmen. Bevor man auf eine populistische von Parteitaktik getriebene Art und Weise Aussagen von sich gibt, sollten manche Entscheidungsträger in unserem Land darüber nachdenken, wie unsere Heimat ohne die TJB/LJ und ohne das Ehrenamt ausschauen würde. Denn unsere Ortsgruppen organisieren nicht nur Jungbauernbälle, sondern leisten, in sozialer, kultureller, bildungspolitischer und gesellschaftspolitischer Hinsicht sehr wertvolle Jugendarbeit und damit einen wesentlichen Beitrag zur Zukunft unseres Landes.
Vor allem in der Corona-Krise waren es die Ortsgruppen der TJB/LJ, die einen wertvollen Beitrag für das Allgemeinwohl geleistet haben. Denn es waren unsere Mitglieder, die sofort nach Verkündung eines landesweiten Lockdowns, bekannt gegeben haben, dass sie Besorgungen und Einkäufe für die ältere und gefährdete Generation erledigen. Und es waren auch unsere Mitglieder, die unseren Kleinsten ein Lächeln ins Gesicht gezaubert haben und in zahlreichen Aktionen den Nikolaus und den Osterhasen doch zu den Kindern gebracht haben, natürlich unter Einhaltung der vorgeschriebenen Maßnahmen. Und nicht nur in Krisenzeiten, sondern auch darüber hinaus sind es unsere Ortsgruppen, die Brauchtumspflege betreiben und durch verschiedenste Aktionen und Projekte das Dorfleben beleben und unser aller Zukunft und die Zukunft des ländlichen Raumes aktiv mitgestalten.
Aus diesem Grunde verwehren wir uns als Landesleitung dieser wertvollen Jugendorganisation, dass auf dem Rücken unserer ländlichen Jugend versucht wird politisches Kleingeld zu wechseln. Gleichzeitig möchten wir davor warnen, durch undurchdachte Aussagen bzw. bewusstes Auftischen von Falschaussagen Ehrenamtlichen ihren Einsatz zu vermiesen. Es scheint manchen geradezu Freude zu bereiten, unsere mehr als 18.000 Mitglieder, die sich allesamt ehrenamtlich für das Allgemeinwohl engagieren, an den Pranger stellen. Keine andere Jugendorganisation leistet tagtäglich so viel für die Bevölkerung, wie es die Ortsgruppen der TJB/LJ tun, daher sind diese Förderungen absolut gerechtfertigt. In Wahrheit sind solche Anschuldigungen und allein die Diskussion ein massiver Angriff auf das Ehrenamt!
Die eigenständigen Vereine der JB/LJ haben unabhängig voneinander und mit Unterstützung einer professionellen Steuerberatungsstelle die NPO-Vereinsförderung beantragt. Beim NPO-Unterstützungsfonds, handelt es sich um eine Unterstützung von Non-Profitorganisationen. Sämtliche beantragende Ortsvereine der JB/LJ Tirol sind nach ihren Statuten gemeinnützig im Sinne der Bundesabgabenordnung und als solche beim Finanzamt geführt. Somit war die Beantragung auch rechtens.
An dieser Stelle möchten wir deutlich festhalten, dass wir voll und ganz hinter unseren Mitgliedern stehen. Wir werden uns für euch einsetzen und für euch kämpfen – denn unsere Mitglieder sind nicht nur das Herz unserer Organisation, sondern in Wahrheit auch das Herz unserer Gesellschaft!