26. April 2022
Am Sonntag wird in vielen Regionen Tirols einer der schönsten Bräuche im Frühling gefeiert. Landauf, landab wird am 1. Mai zu den traditionellen Maifesten geladen. Dabei steht der Maibaum als Symbol für Wachstum, Liebe und Leben im Mittelpunkt des Geschehens. Er besteht aus einem entrindeten Fichtenbaum, der meist mit bunten Bändern an den Baumspitzen sowie mit einem oder mehreren gebundenen Kränzen geschmückt ist. Der Brauchtum rund um den Maibaum, wie man ihn heute kennt, geht auf das 16. Jahrhundert zurück und steht in enger Verbindung mit der Hexenverfolgung in der Walpurgisnacht. Das Aufstellen des Baumes findet entweder direkt am 1. Mai oder bereits am Vorabend statt. Sobald der bis zu 35 Meter hohe Baum steht, beginnt das Wettkraxeln. Besonders die Kinder sind dabei voller Tatendrang und versuchen, dem Stamm entlang so weit wie möglich nach oben zu klettern. Oben angelangt warten an den Kränzen tolle Gewinne wie Brezen, Gutscheine oder andere kleine Preise auf die hoffentlich schwindelfreien Kletterer. Aber nicht nur die Kraxler haben ein Auge auf den Baum geworfen. Der Brauch des Maibaumstehlens ist in Tirol besonders beliebt. Deshalb gilt es, den Maibaum nach dem Aufstellen gut zu bewachen, damit er nicht an- oder gar umgeschnitten und somit gestohlen wird. Je nach Region kann der Maibaum einen Monat oder bis in den Herbst hinein bewundert werden. Ich wünsche euch einen freudigen Start in den Mai und gutes Gelingen für eure Veranstaltungen!
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