Desmoani

Es hat sich nicht viel verändert…

Desmoani von Landesleiterin-Stellvertreterin Magdalena Millinger

11. Januar 2022

Perchten gab es nur in Flecken, der ein kleiner Weiler in St. Ulrich am Pillersee ist und in der Nähe der Landesgrenze zu Salzburg liegt. Mein Großvater erzählte mir, dass sein Vater ihm von den WEISSEN Perchten, die es NUR in Flecken gab, berichtete. Es waren weiße Perchten – weißes Schaffell - die Kuhglocken um den Bauch geschnallt hatten und kleine selbst geschnitzte Larven (Masken) trugen. Nach getaner Stallarbeit schlüpften die unverheirateten jungen „Fleckner" in ihre Perchtenkluft.
Die weißen Perchten gingen dann in der letzten Raunacht, am 5. Jänner von Haus zu Haus.
Jede Familie freute sich, wenn die Perchten, durch ihre Pforten eintreten und durch ihr anhaltendes Geläute der Glocken, die Wintergeister vertreiben. Es ist eine Ehre von den Perchten besucht zu werden und das wurde natürlich mit einem Schnapserl belohnt.
In den letzten Jahren änderte sich nicht viel, außer dass die jungen Männer sich einen weiteren Spaß erlaubten. Sie schnappten sich die jungen Frauen und zogen sie in den Schnee hinaus. Da wurden die jungen Damen mit Schnee getauft. Dies soll der Fruchtbarkeit dienen.
Dieser Brauch breitete sich allmählich über ganz St. Ulrich aus und ich hoffe, dass dieser Brauch auch weiterhin bestehen bleibt.

 

magdalenamillinger@hotmail.com

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