Landjugend: Die Champions der Forstarbeit stehen fest Doppelsieg für die Steiermark

Die Stadt Feldkirch in Vorarlberg war am Wochenende Hotspot der Forstwettkampf-Elite. Bei spektakulärer Kulisse und unter höchsten Sicherheitsvorkehrungen im Ländle demonstrierten 22 Teilnehmer und acht Teilnehmerinnen der Landjugend sowie 25 Teilnehmer der Landarbeiterkammer aus sechs verschiedenen Bundesländern ihre geballte Kraft und ihr Können mit Motorsäge und Axt. Barbara Rinnhofer und Markus Buchebner, beide aus dem Landjugendbezirk Mürzzuschlag, Steiermark konnten sich mit bravourösen Leistungen gegen die starke Konkurrenz in ihrer Kategorie durchsetzen und sicherten sich so die Goldmedaille.

27. September 2021

"Der Bundesentscheid Forst der Landjugend Österreich, der nach längerem wieder einmal in Vorarlberg ausgetragen wurde, war ein echtes Event der Spitzenklasse! Leistungen und Stimmung waren sensationell!" zeigte sich der Präsident der Landwirtschaftskammer Österreich, Josef Moosbrugger, begeistert. "Man sieht: Beste Ausbildung ist die entscheidende Grundlage für eine gesicherte nachhaltige Bewirtschaftung unserer Wälder! Ich gratuliere den Gewinnerinnen und Gewinnern und auch sonst allen sehr herzlich zur erfolgreichen Teilnahme! Danke außerdem den vielen helfenden Händen, die zur perfekten Organisation beigetragen haben! Landjugend, Ihr seid spitze!"

Hohe Anforderungen an die Teilnehmer:innen
Beim Bundesentscheid Forst wird den Teilnehmer:innen sowohl praktisches als auch theoretisches Wissen abverlangt. Der praktische Teil umfasst insgesamt sieben Disziplinen: von Durchführung von Fallkerb- und Fällschnitt über Präzisionsschnitt, Kettenwechsel, Kombinationsschnitt, Durchhacken bis zum Geschicklichkeitsschneiden und Entasten. Im Theorieteil ist Wissen rund um Forstliche Produktion, Arbeitssicherheit und Erste Hilfe gefragt.

Podestplätze zwei und drei
Platz zwei der heimischen Forstchampions in der Damen Einzelgesamtwertung ging an Caroline Weinberger aus Kärnten. Bronze holte sich Natalie Üblacker aus Niederösterreich. In der Herren Einzelgesamtwertung sicherte sich der Niederösterreicher Michael Gritsch die Silbermedaille. Der dritte Platz ging an den Kärntner Hermann Penker.

Mannschaftssiege gehen nach Kärnten
Für den Mannschaftssieg werden die Gesamtpunkte der besten drei Teilnehmer und bei den Damen der besten zwei Teilnehmerinnen herangezogen. Den Sieg bei den Damen holten sich die Kärntnerinnen Caroline Weinberger und Stephanie Zarfl. Bei den Herren überzeugten die Kärntner Hermann Penker, Michael Ramsbacher und Daniel Ertl im Umgang mit der Motorsäge.

Jeweils die beiden besten Damen und Herren sind im WM-Kader für die Weltmeisterschaft 2022 in Belgrad, Serbien von 7. bis 11. September qualifiziert. Der Bundesentscheid Forst findet jedes zweite Jahr statt und wird gemeinsam mit dem Bewerb der Landarbeiterkammer durchgeführt. 2023 kämpft die Elite der Forstarbeit das nächste Mal um den Bundessieg in Salzburg. Aktuelle Informationen und Fotos gibt es unter www.landjugend.at

Durch die Unterstützung von Raiffeisen mit #aufbäumen, der Österreichischen Hagelversicherung, Pöttinger, dem Maschinenring Österreich und KWB sowie der Landwirtschaftskammer Österreich und dem Bundesministerium für Landwirtschaft, Regionen und Tourismus war der Bundesentscheid Forst erneut ein besonderer Höhepunkt im Landjugendjahr. (Schluss)

Bildbeschreibung:
Bild 1: Die Siegerinnen in der Damenwertung.
vorne v.l.n.r Caroline Weinberger, Barbara Rinnhofer, Natalie Üblacker
hinten v.l.n.r. Landesrat Christian Ganter, die Landjugend Bundesleitung Ramona Rutrecht und Martin Kubli, Landarbeiterkammer Präsident Andreas Freistetter, Landwirtschaftskammer Präsident Josef Moosbrugger, Obmann vom Maschinenring Österreich Christian Angerer, Partner und Sponsor Josef Böhler und für die Sektion Dienstnehmer in Vorarlberg Vizepräsident Hubert Malin.

Bild 2: Die Sieger in der Herrenwertung.
vorne v.l.n.r Michael Gritsch, Markus Buchebner, Hermann Penker
hinten v.l.n.r. Landesrat Christian Ganter, die Landjugend Bundesleitung Ramona Rutrecht und Martin Kubli, Landarbeiterkammer Präsident Andreas Freistetter, Vertreter der Firma Husqvarna Günther Feilmayr, Landwirtschaftskammer Präsident Josef Moosbrugger, Partner und Sponsor Josef Böhler, Obmann vom Maschinenring Österreich Christian Angerer, für die Firma Pfanner- Brigitte Pfanner und für die Sektion Dienstnehmer in Vorarlberg Vizepräsident Hubert Malin

 

Fotocredit: Sophie Balber, Abdruck für journalistische Zwecke honorarfrei.

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Die Landjugend Österreich ist mit über 90.000 Mitgliedern die größte Jugendorganisation im ländlichen Raum. Der Fokus liegt in der Weiterbildung und Persönlichkeitsentwicklung ihrer Mitglieder, dem Angebot eines attraktiven Jugendprogramms sowie in der aktiven Gestaltung der ländlichen Regionen. Sie betreut unter anderem den anerkannten aufZAQ-zertifizierten Lehrgang „Landjugend SpitzenfunktionärIn", eine Ausbildung im jugend- und freizeitpädagogischen Bereich. Als einzige Stelle in Österreich ermöglicht die Landjugend zudem internationale landwirtschaftliche Fachpraktika. Mit den sechs verschiedenen Schwerpunkten bietet die Landjugend ein vielfältiges Programm für die Jugend in ganz Österreich.

Rückfragen bitte an:
Landjugend Österreich
Julia Unger
Projektmitarbeiterin / Presseverantwortliche
Schauflergasse 6, 1015 Wien
Tel: 0676/83441-8515
E-Mail: julia.unger@landjugend.at; www.landjugend.at

WEITERFÜHRENDE INFORMATIONEN:
Einzelgesamtwertung Damen
1. Platz Barbara Rinnhofer, Steiermark, Landjugendbezirk Mürzzuschlag, Ortsgruppe Langenwang
2. Platz Caroline Weinberger, Kärnten, Landjugendbezirk Wolfsberg, Ortsgruppe Lavamünd
3. Platz Natalie Üblacker, Niederösterreich, Landjugendbezirk Amstetten, Ortsgruppe Neuhofen/Ybbs
Einzelgesamtwertung Herren
1. Platz Markus Buchebner, Steiermark, Landjugendbezirk Mürzzuschlag, Ortsgruppe Langenwang
2. Platz Michael Gritsch, Niederösterreich, Landjugendbezirk Triestingtal, Ortsgruppe Unteres Triestingtal
3. Platz Hermann Penker, Kärnten, Landjugendbezirk Spittal, Ortsgruppe Trebesing
Mannschaftssieg aller Bewerbe der Damen
1. Platz Kärnten mit Caroline Weinberger und Stephanie Zarfl
2. Platz Steiermark mit Barbara Rinnhofer und Magdalena Kalcher
3. Platz Oberösterreich mit Margit Hohenbichler und Helene Dickinger
Mannschaftssieg aller Bewerbe der Herren
1. Platz Kärnten mit Hermann Penker, Michael Ramsbacher und Daniel Ertl
2. Platz Steiermark mit Markus Buchebner, Dietmar Wöls und Christian Rinnhofer
3. Platz Oberösterreich mit Leonhard Pretzl, Christoph Fischer und Lukas Baminger

Beschreibung der einzelnen Disziplinen:
Kettenwechsel: Schwert wenden und Kette wechseln, lautet hier die Devise. Die/Der TeilnehmerIn muss die Schneidgarnitur der Säge abmontieren und sie nach dem Wechsel der Kette sowie dem Wenden der Schiene wieder zusammenbauen und dann die Spannung der Kette so einstellen, dass die Säge für den nachfolgenden Probeschnitt einsatzfertig ist.

Fallkerb- und Fällschnitt: In einem 34-38 cm starken und 60-70 cm hohen senkrecht eingespannten Rundholz sind ein vorschriftsmäßiger Fallkerb in eine vorgegebene Richtung und ein Fällschnitt mit Anstechen zu machen. Für das Fallkerbdach dürfen keine Hilfsmittel, wie z.B.: ein Stöckchen oder eine Markierung durch das Anritzen mit dem Schwert gesetzt werden.

Kombinationsschnitt: Von zwei Stämmen wird je eine 3 bis 8 cm dicke Holzscheibe abgeschnitten. Die Schwierigkeit dabei ist, dass von unten und oben nur bis zur Hälfte des Stammes geschnitten werden darf. Beide Schnitte sollten sich ohne Versatz treffen und rechtwinklig zur Stammachse durchgeführt werden.

Präzisionsschnitt: Wie beim kombinierten Schnitt wird von zwei Stämmen eine 3 bis 8 cm dicke Holzscheibe abgeschnitten – diesmal aber nur von oben. Allerdings sind die Stämme bei dieser Disziplin auf einem Brett am Boden befestigt. Die Scheibe soll möglichst vollständig abgeschnitten werden, ohne jedoch das Brett anzuritzen. Eine Sägemehlschicht versperrt den Athleten zusätzlich die Sicht auf die Kontaktzone zwischen Stamm und Brett – hier sind Augenmaß und Fingerspitzengefühl gefragt.

Geschicklichkeitsschneiden: Die/Der TeilnehmerIn müssen von einem freistehenden Fichtenrundling drei Scheiben vollständig abschneiden. Während des Schneidens darf der Rundling mit keinem Körperteil berührt werden.

Durchhacken: Die/Der TeilnehmerIn muss einen Stamm von 14 cm Durchmesser zwischen zwei Markierungen in möglichst kurzer Zeit durchhacken. Der Abstand der beiden Markierungen beträgt 25 cm. Die Aufgabe ist beendet, wenn die Axt der Teilnehmerin/des Teilnehmers den dafür vorgesehenen Holzstock berührt. Bewertet wird die Qualität und Schnelligkeit der Ausführung.

Entasten: Die/Der TeilnehmerIn müssen auf zylindrischen Stämmen 30 runde Äste, die in einem standardisierten Muster eingesetzt sind, absägen. Diese Aufgabe gilt es so stammeben und rasch wie möglich zu erledigen, ohne dabei auf die Arbeitssicherheit zu vergessen.

 

Anschrift

TIROLER JUNGBAUERNSCHAFT/ LANDJUGEND
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