22. September 2021
Der Sommer neigt sich dem Ende zu und so fanden bzw. finden diese Tage und Wochen im ganzen Land prächtige Almabtriebe statt. Der Tradition verbunden werden die Tiere nur dann geschmückt – wir Bauern sagen dazu je nach Region aufgebuscht, gekränzt usw. – wenn der Sommer gut verlaufen ist und alle Tiere wieder gesund von den Almen zurück auf die heimatlichen Weiden getrieben werden. Neben den üblichen Gefahren, welchen die Tiere über einen ganzen Sommer hinweg ausgesetzt sind, waren die großen Beutegreifer leider ständige Begleiter auf einigen Tiroler Almen. Die Rede ist von Bär und Wolf, die ohne Zweifel Mensch und Tier in Angst und Schrecken versetzten und einige Almbauern sogar an den Rand der Verzweiflung getrieben haben. Primär waren es Schafherden, die – ich denke man darf bzw. muss Raubtiere sagen – heimgesucht wurden. Am Beispiel Jerzens im Pitztal hat man jedoch auch klar gesehen, dass die Raubtiere auch vor Großvieh keinen Halt machen. Kaum vorstellbar, was auf unseren Almen passieren wird, wenn die ersten Wolfsrudel in unserem Land Einzug halten. Jede Bauernfamilie ist sichtlich erleichtert, wenn alle Tiere gesund zurück sind, doch leider gibt es viel zu viele verzweifelte und zurecht wütende Bäuerinnen und Bauern, deren Tiere vor allem Wölfen zum Opfer gefallen sind. Es bleibt zu hoffen, dass die gesetzten Maßnahmen seitens der Landesregierung nicht im Bürokratismus enden, sondern echte Lösungsmöglichkeiten darstellen, um die Bäuerinnen und Bauern bestmöglich zu unterstützen und einen Fortbestand der Alm- und Landwirtschaft zu garantieren.
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