31. August 2021
In den traditionell angelegten Bauerngärten Tirols gedeihen neben wohlschmeckenden Küchenkräutern auch unzählige Heilkräuter. Am Festtag Mariä Himmelfahrt fanden Mitte August in vielen Pfarren Tirols wieder die alljährlichen Kräutersegnungen statt. Für die Herstellung eines Kräuterbuschens können je nach Region unterschiedliche Pflanzen verwendet werden. Klassisch wird jedoch die Königskerze in der Mitte des Busches von zahlreichen anderen Kräutern umgeben. Häufig werden dafür heimische Kräuter wie Arnika, Baldrian, Frauenmantel, Johanniskraut, Kamille, Kornblumen, Liebstöckel, Salbei, Schafgarbe, Ringelblumen, Thymian und Wermut verwendet. Den Heilkräutern, die um Mariä Himmelfahrt gedeihen, wird eine besonders wohltuende Wirkung zugeschrieben. Der Duft der Kräuter und Blumen wird mit der Freude über die Schönheit der göttlichen Schöpfung verbunden. Die geweihten Kräuterbuschen sollen Gottes Segen bringen und zieren im Anschluss an den 15. August viele Bauernstuben oder werden an anderen Orten am Hof aufgehängt. Ebenso können die getrockneten Buschen mit Weihrauch vermengt geräuchert oder auch dem Vieh unters Futter gemischt werden. Dieser wohlschmeckende Brauch bringt somit Segen in die Tiroler Bauernhöfe und beschützt Mensch und Tier vor Unheil. Ein herzlicher Dank gilt an diese Stelle den örtlichen Vereinen, wie besonders unseren Ortsgruppen und den Bäuerinnenorganisationen, die diesen schönen Brauch weitertragen und erhalten.
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