9. März 2021
Lange dauert es nicht mehr und das Osterfest steht vor der Tür. Neben dem Ostereier suchen und das Entzünden des Osterfeuers ist ein wichtiger, weit verbreiteter Brauch bei uns in Tirol der „Gotlpack".Diese uralte Tradition bereitet den Kindern eine besondere Freude, denn sie erhalten von ihrer Patin oder ihrem Paten zu Ostern ein Geschenk. In manchen Regionen bekommen sie als Beigabe die „Osterbrezen" oder einen „Osterhasen", welche aus süßem Hefeteig hergestellt werden.Seinen Ursprung findet der Gotlpack eigentlich zu Allerheiligen, dem zweiten traditionellen Gotltag im Kalenderjahr. Früher war es aber so, dass die Kinder zu Allerheiligen nichts mehr oder nur mehr kleine Geschenke bekamen. Heute werden beide Gotltage in der Regel gleichermaßen gefeiert. Somit wird es den Eltern erleichtert, die Kinder für die entsprechenden Jahreszeiten mit Kleidung auszustatten.Wer eine Patenschaft übernimmt, hat die verantwortungsvolle Aufgabe das Kind zu unterstützen und auf den Schützling zu schauen, falls den Eltern etwas zustoßen sollte. Es geht dabei also nicht nur um materielle Dinge.Das Ende der Patenschaft wird meist durch ein letztes, größeres Geschenk symbolisiert, welches oft auch als Andenken dienen soll.Was aber niemals enden soll, ist die Verbundenheit, die man zu seinem Schützling aufgebaut hat.
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