22. Februar 2021
In Österreich haben wir derzeit monatlich rund zehn Millionen Eier zu viel. Eine Summe die man sich kaum vorstellen kann. Den Legehennenbetrieben fehlen derzeit einfach die Touristen und Urlauber und somit der Absatz in Gastronomie und Hotellerie. Nichtsdestotrotz spüren viele unserer Betriebe den großen Rückhalt der Konsumenten, die auf Qualität und Herkunft der Eier achten. Vieler der Betriebe hoffen derzeit auf den Ostermarkt. Vieles hängt hier natürlich auch von den Maßnahmen des Corona-Lockdowns ab. Viele Färbereien legen auch weniger Ostereier auf Lager, weil sie nicht wissen, wie viele sie verkaufen werden. Des Weiteren kommt noch hinzu, dass besonders seit Jahresbeginn, die Futterpreise enorm steigen. Darunter leiden viele Bauern, sowie mittlerweile auch die Packstellen. Aber wie kann man diese Situation entschärfen? Ganz einfach: Noch immer werden etwa zehn Prozent der in Österreich konsumierten Eier aus dem EU-Raum importiert. Dabei handelt es sich größtenteils um Eier aus Hennenhaltung im sogenannten „ausgestalten Käfig", defacto also um Käfigeier. Diese Haltungsform ist in der EU mit etwa 50 Prozent immer noch dominierend. Daher fordere ich eine Kennzeichnungspflicht für die Zutaten auch in verarbeiteter Ware. Dringender Nachholbedarf gilt ganz besonders bei Eigenmarken, Kantinen, Großküchen und insbesondere für die öffentliche Beschaffung. Es kann nicht sein, dass der Gesetzesgeber uns Eierproduzenten strenge Haltungsauflagen macht, die öffentlichen Einrichtungen aber ihre Ware beim Billigstanbieter beziehen. Also, setzen wir Bauern weiter voll auf Qualität und Transparenz, dann werden wir auch diese Krise meistern.
stephanie.hoerfarter@gmx.at
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