Wie geht es weiter?

Desmoani von Landesobmann-Stellvertreter Johannes Unterlechner

28. Oktober 2020

Über die Sommermonate glaubten viele von uns, dass es wieder bergauf geht, dass das Schlimmste aus dem Weg geräumt worden sei und dass unser gesellschaftliches Leben, wie wir es immer gewohnt waren, wieder in die Gänge kommen kann.
Aufgrund der leider in den letzten Wochen sehr stark steigenden Infektionszahlen wurden wir diesbezüglich aber eines Besseren belehrt und so müssen wir wieder zahlreiche Maßnahmen akzeptieren und mittragen. Bedenklich finde ich allerdings im Moment den Umstand, dass die Bevölkerung die Maßnahmen nicht mehr so mittragen möchte, wie das im Frühjahr noch der Fall war - zumindest wird diese Tendenz beim Blick in die sozialen Medien vermittelt. Noch sehr gut in Erinnerung habe ich die Worte vieler Kritiker und auch zahlreiche Bilder, die in den letzten Tagen von 'Anti-Corona-Maßnahmen-Demos' gemacht wurden. Einige dieser Maßnahmen - und das muss auch ich ganz ehrlich zugeben - sind tatsächlich teilweise sehr schwer nachzuvollziehen, weil diese mit dem gesunden Menschen- und Hausverstand so gar nichts mehr zu tun haben. Beispielhaft darf ich aus dieser Kategorie die Vorverlegung der Sperrstunde in der Gastronomie oder aber auch das Verbot des Konsumierens von Getränken im Freien auf dem Sportplatz erwähnen. Grundsätzlich sollte man schon jedem mündigen Bürger Eigenverantwortung und Hausverstand zutrauen können - leider gibt es aber auch hier Ausnahmen.
Bedauerlicherweise ist sich beim Thema Corona aber auch die Europäische Union nicht einig. Oftmals wird kein Konsens zwischen den Mitgliedsstaaten gefunden, alleine schon, wenn es darum geht, nach welchen Indikatoren man die 'Corona-Gefährdung' beurteilen sollte. Sind es tatsächlich die Fallzahlen oder doch die ausgelasteten Kapazitäten im Gesundheitswesen? Oder kann man die Situationen der Mitgliedsländer überhaupt nicht vergleichen, weil z.B. nicht überall mit derselben Intensität getestet wird und dann die 'Vorzeige-Testländer' - no-na-ned - auch mehrere positive Ergebnisse vorzuweisen haben wie andere EU-Staaten? Aber europaweit wird momentan leider über „wichtigere" Dinge diskutiert, z.B. ob ein Burger, der ohne Fleisch auskommt auch als solcher bezeichnet werden darf. Corona, Flüchtlinge oder das Wolfsproblem: leider hat die EU zu keinem der aufgeworfenen Themen der letzten Jahre einen Schulterschluss erreicht.
Nichtsdestotrotz hoffe ich, dass wir diese Herausforderung gut überstehen, dass auch wirtschaftlich der Schaden nicht noch größer wird und wir letztlich doch noch gut über diese unangenehme Situation kommen.

johannesunterlechner@gmail.com

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