Zu „Nein zum Wolf“ klar Stellung beziehen

Desmoani von Landesobmann-Stellvertreter Johannes Unterlechner

11. August 2020

Vergangene Woche erreichte uns aus dem hinteren Zillertal die Meldung, dass zwei gerissene Schafe und zwei tote Ziegen aufgefunden worden sind - sofort lag der leider laufend aktuelle Verdacht nahe: Ein Wolf zieht dort seine Kreise!
Dies ist eine Schreckensmeldung für jeden passionierten Schafzüchter und veranlasste auch einige engagierte Schafhalter aus meiner Heimatgemeinde, den Almsommer ihrer Tiere am Friesenberg bei Ginzling sofort abzubrechen. Die Sommerfrische der wertvollen Zuchttiere wurde kurzerhand beendet und die Tiere übersiedelten, zirka sechs Wochen früher als üblich, wieder in die Heimatställe.
Meiner Meinung nach ist es beim Thema Wolf schon längst Fünf nach Zwölf! Es darf nicht sein, dass die Schafe unserer engagierten Bauern weichen müssen, nur damit sich dieser große Beutegreifer unbehelligt und frei in unserer dicht besiedelten Almwirtschaft bewegen kann. Wenn bei diesem leidigen Thema auch in Zukunft nichts passiert, so kann ich mir nicht vorstellen, dass die ZüchterInnen ihre Tiere im nächsten Sommer wieder auf die Alm treiben. Muss tatsächlich erst ein Mensch Schaden nehmen, bevor auch die letzten Wolfsbefürworter aufwachen? Der in den letzten Wochen gegründete Verein „Alm ohne Wolf" ist bestimmt ein Schritt in die richtige Richtung, nun braucht es aber auch noch ein klares Statement bzw. Bekenntnis von allen Interessensvertretern und auch von unserer politischen Gesinnungsgemeinschaft, dass es künftig nur ohne den großen Beutegreifer Wolf eine intakte Almwirtschaft geben kann.
Ich wünsche mir von unseren politischen Vertretern, dass sie endlich einmal klar Stellung beziehen, ohne auf ihren Stimmenanteil bei der nächsten Wahl zu schielen - es braucht dringend eine starke Allianz von Land und Bund. Eines muss nämlich klar sein: Mit dem Wolf gibt es keine Almwirtschaft. Ohne Almwirtschaft gibt es keinen Tourismus, ohne Tourismus keinen wirtschaftlichen Wohlstand in unserem schönen Land Tirol, wo diese Einnahmequelle in vielen Regionen oft die Einzige ist!


 

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