Desmoani

Gilt Tierschutz nur für große Beutegreifer wie Wolf und Co?

Desmoani von Landesobmann Dominik Traxl

23. Juni 2020

In den letzten Tagen und Wochen gab es nahezu laufend Meldungen von Wolfsrissen auf unseren Almen und Weiden. Tatsachen, welche uns als Bäuerinnen und Bauern sehr beunruhigen und in Wahrheit nicht mehr hinnehmbar sind! Doch geht es nach den zahlreichen Tierschützern, so scheint mir wird das Ausmaß dessen was ein großer Beutegreifer anrichtet oft heruntergespielt und Wölfe natürlich als wichtig und schützenswert propagiert.
Ich möchte ehrlich gesagt wissen, wo die zahlreichen Tierschützer hinschauen, wenn unsere Tiere aufgrund der von Wölfen herbeigeführten Verletzungen elendig zugrunde gehen. „Elendig" ist, so denke ich der richtige Ausdruck. Elendiges Leid für die halb zerfetzten Tiere, welche oft erst nach Stunden und Tagen aufgrund brutaler Verletzungen verenden. Tierschutz schaut für mich ehrlich gesagt anders aus. Mich würde auch mal interessieren nach welchen Kriterien unsere „Tierschützer" die Tiere unterteilen? Welche geschützt werden sollen und welche nicht. Oder schaut man beispielsweise bei leicht erbeutbaren Tieren wie bei Schafen und Ziegen in Hinblick auf den Tierschutz einfach weg? Ist es wirklich hinnehmbar, dass sie solche Qualen erleiden müssen. Ich gebe zu bedenken, dass einige unserer Tiere im Gegensatz zu den Wölfen wirklich vom Aussterben bedroht sind. Vom Aussterben bedrohte Tierrassen wie beispielsweise das alpine Bergschaf, das braune Bergschaf usw. die von den Bäuerinnen und Bauern zum Erhalt der Rasse gezüchtet – ich erwähne gezüchtet und nicht als Wolfsfutter gehalten werden. Meiner Meinung nach fehlt es jenen, welche am lautesten für den Erhalt und vielleicht sogar die Ansiedlung von Wölfen schreien an Verständnis, Hausverstand und vor allem Weitsicht! Denn eines ist klar, der Wolf und im generellen große Beutegreifer sind nicht nur ein Problem der Landwirtschaft sondern schon bald ein touristisches und vor allem gesellschaftliches Problem – ein Problem des gesamten ländlichen Raums – ein Problem für unsre Heimat!

traxl.domi@gmail.com

Anschrift

TIROLER JUNGBAUERNSCHAFT/ LANDJUGEND
Brixner Straße 1
A-6020 Innsbruck
Tel. +43 512 59 900-57

email

Webshop

Tolle Produkte zum Kaufen ...

Hier gehts lang ...

Suche

Einfach den gewünschten Suchbegriff eingeben.

Tiroler Jungbauernschaft/Landjugend
ImpressumDatenschutzSitemap

powered by webEdition CMS