Desmoani

Rotkäppchen und der böse Wolf

Desmoani von Landesobmann-Stellvertreter Roland Kuprian

26. Mai 2020


In den nächsten Tagen und Wochen gehen wieder tausende Tiere auf die zahlreichen Tiroler Almen, um dort ihren Sommer zu verbringen. Doch heuer ist etwas anders, nicht nur das Kuhurteil hat sich in den Köpfen der Bauern tief eingegraben, auch die Angst vor dem Wolf macht vor allem den Schafbauern zu denken.
Die schleichende Rückkehr von großen Beutegreifern wie eben dem Wolf löst aber nicht nur in der bäuerlichen Bevölkerung heftige Reaktionen aus.
Das Zusammenleben von Landwirtschaft, Erholungsraum für Freizeit und Hobbysportler, Jagdwirtschaft und Tourismus ist in unserem kleinen Land ohnehin Herausforderung genug. Wo soll da noch ein Wolf Platz haben? Wenn man weiß, dass nur ein ausgewachsener Wolf bis zu sechs Kilo Fleisch am Tag benötigt und es früher oder später zu einer Rudelbildung kommt, möchte ich mir gar nicht vorstellen, wieviele Lämmer, Schafe oder Kälber so ein Rudel in nur einer Woche auf grausamste Weise töten muss, um seinen Hunger zu stillen. Kein Bauer füttert und pflegt seine Tiere das ganze Jahr über, um sie dann im Sommer den Wölfen sprichwörtlich zum Fraß vorzuwerfen. Außerdem wage ich nicht daran zu denken, wie so ein hungriges Wolfsrudel reagiert, wenn es auf Menschen trifft. Niemand kann garantieren, dass ein Wolf nicht auch Kinder angreifen wird und sie als Beute sieht. Jeder, der in unserem eng besiedelten Lebensraum die Rückkehr der Wölfe befürwortet, ist in meinen Augen entweder in Hinblick auf zahlreiche grausame Schafsrisse ein Tierquäler oder schlicht und einfach ein realitätsfremder Träumer.


ro.kuprian@hotmail.com

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