Vollkommen einig zeigten sich Moosbrugger und Broidl, dass die heimische Landwirtschaft, so auch die Jungbäuerinnen und -bauern, mit allen agrarischen Organisationen und Institutionen noch enger zusammenarbeiten sollte.
Als besonders wichtig für die Zukunft der Land- und Forstwirtschaft wird eine Absicherung des Agrarbudgets im bisherigen Umfang gesehen. „Die heimische Landwirtschaft zeichnet sich durch höchste Standards im Umwelt-, Pflanzen- und Tierschutz aus. Diese und viele weitere Mehrleistungen, die von der Gesellschaft gefordert werden, müssen auch abgegolten werden", unterstrich Broidl. Doch auch punkto Ausgestaltung sei es wichtig, die für die junge Landwirtschaft wichtigen Instrumente, wie Investitionsförderung und Top-Up, abzusichern.

Broidl will Ausbau der Herkunftskennzeichnung
Noch mehr als bisher will man die Österreicherinnen und Österreicher für die heimischen Qualitätslebensmittel gewinnen. „Verbesserungen bei der Herkunftskennzeichnung sind dabei von entscheidender Bedeutung, damit sich jeder auch in der Gemeinschaftsverpflegung für heimische Produkte entscheiden kann", so Broidl. Moosbrugger erwähnte in diesem Zusammenhang auch, dass er mit dem Handel gezielte Gespräche führen möchte, um die Position der Bäuerinnen und Bauern und damit auch deren Anteil an der Wertschöpfungskette zu verbessern.
Als problematisch werden die praxisfernen Produktionsauflagen, große Beutegreifer wie der Wolf und der Klimawandel gesehen. „Die Land- und Forstwirtschaft ist einer der hauptbetroffenen Sektoren. Das haben Dürre, Stürme und Schädlingskalamitäten im Vorjahr gezeigt. Gleichzeitig sind wir aber auch Teil der Lösung und leisten bereits jetzt einen großen Beitrag", führte Jungbauern-Generalsekretär Andreas Kugler aus. „Zukunftschancen sehen wir im Bereich der Bioökonomie, also der Nutzung nachwachsender Rohstoffe. Dadurch kann und muss es gelingen, einerseits Klimaschutz zu betreiben und andererseits auch neue Absatzmärkte für unsere Bäuerinnen und Bauern zu gewinnen", erklärte Moosbrugger.