Die junge Landwirtschaft zieht an einem Strang

160 junge Bäuerinnen und Bauern diskutierten beim Tag der jungen Landwirtschaft über Chancen und Herausforderungen der europäischen Landwirtschaft.

13. Dezember 2018

Großer Andrang herrschte beim diesjährigen Tag der jungen Landwirtschaft der Österreichischen Jungbauernschaft im Marmorsaal des Bundesministeriums für Nachhaltigkeit und Tourismus. Der Einladung von Bundesobmann Franz Xaver Broidl waren rund 160 Jungbäuerinnen und Jungbauern gefolgt. Vor dem Hintergrund der laufenden Verhandlungen um die zukünftige Gemeinsame Agrarpolitik und des österreichischen Ratsvorsitzes stand das Thema „Young Farmers in Europe – Chancen und Herausforderungen" im Fokus.
„Wir freuen uns, dass sich unser jährliches Diskussionsforum stetig steigender Beliebtheit erfreut. Mit einem internationalen Thema sind wir heuer einen neuen Weg gegangen, um einen Blick über den landwirtschaftlichen Tellerrand zu ermöglichen," erklärt Broidl.
Klare Worte fand auch Ministerin Elisabeth Köstinger beim Tag der jungen Landwirtschaft 2018: „Unsere Jungbäuerinnen und Jungbauern sind das Rückgrat und die Zukunft der europäischen Landwirtschaft und des ländlichen Raums. Unser Modell der Lebensmittelproduktion sieht eine multifunktionale, flächendeckende und nachhaltige Landwirtschaft in höchster Qualität vor."

 

Die Landwirtschaft im europäischen Vergleich
Die Referenten gaben in ihren Beiträgen Einblick in den Landwirtschaftssektor ihres Heimatlandes und stellten ihre Betriebe vor. Für Tomáš Ignác Fénix, Vizepräsident beim Rat der Europäischen Junglandwirte und Jungbauer aus Tschechien, ist klar: „Trotz unterschiedlicher Betriebszweige und Betriebskonzepte sehen wir uns dennoch alle mit sehr ähnlichen Herausforderungen konfrontiert. Eine enge, auch internationale Zusammenarbeit, um gemeinsam Lösungen und Antworten auf die Fragen der Zukunft zu finden, ist daher unerlässlich."
Die Auswirkungen des bevorstehenden Brexit stellte David Goodwin, Jungbauer aus Großbritannien, in den Mittelpunkt seiner Ausführungen: „Wir können nach wie vor nicht genau sagen, wie sich der Austritt aus der Europäischen Union ganz konkret auf jeden einzelnen Betrieb auswirken wird."
Bundesobmann Broidl zieht zufrieden Bilanz: „Als junge europäische Landwirte ziehen wir alle an einem Strang für die gleiche Idee. Diesen Zusammenhalt gilt es weiter zu stärken, um die kommenden Chancen ergreifen und die zukünftigen Herausforderungen bewältigen zu können!"

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