20. November 2018
In den letzten Wochen wurde sehr viel über das Thema „Tierwohl" diskutiert. Für mich hat sich dabei gezeigt, dass sich die Diskussionen häufig nur auf die Haltungsformen beschränken.Ich bin jedoch der Meinung, dass man das Tierwohl nicht allein an der Haltungsform der Tiere definieren kann. Pauschal zu sagen, „Laufställe sind gut und Anbindeställe sind schlecht", finde ich als eine sehr unüberlegte Aussage. Beide Haltungsformen haben ihre Berechtigung. Man muss sich eben auch an den betrieblichen Gegebenheiten orientieren, um die passende Form zu wählen. Entscheidend für das Tierwohl ist in erster Linie die Einstellung der Bauernfamilien zu ihren Tieren. Eines ist klar: Unseren Bäuerinnen und Bauern ist das Wohl ihrer Tiere nicht egal. Ganz im Gegenteil – sie wissen seit jeher um den Wert jedes einzelnen Tieres und sind bestrebt, sehr viel in das Tierwohl zu investieren, denn nur eine gesunde Kuh ist auch eine wirtschaftliche Kuh. Zu meinen, man könne unseren Bauernfamilien vorschreiben, wie sie ihre Tiere zu halten haben und damit zu bestimmen, ob ein Betrieb im extremen Berggebiet überleben kann oder nicht, finde ich für sehr ungerecht. Allein aus dem Hintergrund, dass unsere Bauernfamilien Tag für Tag durch ihre ehrliche und harte Arbeit sehr viel zum Wohle der gesamten Gesellschaft leisten!Wer meint, dass es neben der Haltungsform keine weiteren Gründe für Tierwohl gibt, denkt falsch, und wer meint, unseren Bauernfamilien geht es ausschließlich um den „Profit", denkt ebenfalls falsch! Wer jedoch meint, dass Tirols Bäuerinnen und Bauern mit respektvollem und tiergerechtem Umgang wirtschaftlich und nachhaltig produzieren, denkt richtig und hat verstanden, dass Tierwohl viel mehr ist als die Frage nach der Haltungsform.
traxl.domi@gmail.com
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