Pflüger-WM für Österreich ein voller Erfolg

Großartige Erfolge erzielten die Österreicher am vergangenen Wochenende bei der 65. Pflüger-Weltmeisterschaft in Baden-Württemberg in Deutschland.

6. September 2018

Es war ein Wettbewerb der Superlative, bei dem die besten Pflüger aus 30 Nationen um den Weltmeistertitel kämpften. Den sensationellen dritten Platz holte für Österreich Philip Bauer (25) in der Kategorie Beetpflug auf dem Stoppelfeld. In der Gesamtwertung belegte der Südburgenländer den hervorragenden vierten Platz. Eine grandiose Leistung lieferte auch Leopold Aichberger aus Haag (NÖ) in der Kategorie Drehpflug. Der 21-Jährige pflügte sich gleich bei seiner ersten WM-Teilnahme auf den siebenten Platz in der Gesamtwertung und konnte so den Titel „Bester Newcomer" für sich entscheiden. Der Weltmeistertitel in der Kategorie Beetpflug ging nach Irland. In der Kategorie Drehpflug entschied einNordire den Titel für sich.
Es war eine herausfordernde WM für die Teilnehmer, die intensivst bei extrem trockenen Bedingungen trainiert hatten, als plötzlich am Ruhetag vor dem Wettkampf der Regen einsetzte. Die heimischen Pflüger-Routiniers meisterten den Wetterumschwung dennoch ohne größere Probleme. Immerhin gilt Bauer mit zwei Goldmedaillen auf Bundesebene und dem sechsten Platz bei der WM 2016 in der Kategorie Beetpflug als besonders wettkampferfahren. Aber auch Aichberger kann in der Kategorie Drehpflug mit einer Goldmedaille auf Bundesebene beachtliche Erfolge vorweisen.
„Ein wahrhaft unvergessliches Event! Bei den Bewerben selbst schauten tausende Besucher zu, als die Teilnehmerinnen und Teilnehmer die Leidenschaft Pflügen zur Perfektion brachten", ist Bundesleiter der Landjugend Österreich Martin Stieglbauer von der WM angetan.

Zusammenspiel von Mensch und Technik
Traditionell findet am ersten Tag der Bewerb auf dem Stoppelfeld statt und am zweiten Tag pflügen die Teilnehmer eine Parzelle auf Grasland. „In der Königsdisziplin der Bodenbearbeitung geht es um ein optimales Zusammenspiel von Mensch und Technik. So bestimmen gleichmäßig hohe und breite Furchen, keine Löcher oder Hügel im gepflügten Feld sowie die Einhaltung der Arbeitstiefe den Erfolg nicht nur im Arbeitsalltag, sondern auch in der Wettbewerbssituation", erklärt Trainer Bernhard Altmann.
Details zu den WM-Teilnehmern aus Österreich und ihren Leistungen sowie Bilder zu den Bewerben stehen auf der eigens dafür eingerichteten Webseite www.pfluegen.at zur Verfügung.

Österreich ist Top-Pflügernation
Insgesamt gilt Österreich als eine der Top-Pflügernationen der Welt. 1972 konnte die Alpenrepublik erstmals den Gesamtweltmeister stellen. Im Lauf der Jahre folgten 15 weitere Siege in der Gesamtwertung und zahlreiche weitere Weltmeistertitel auf Stoppel- und Grasland.

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