75 Jahre Tiroler Jungbauernschaft/Landjugend, 75 Jahre die größte Jugendorganisation Tirols.
Um einen Überblick über die vergangenen 75 Jahre zu bekommen, werden hier einige Meilensteine präsentiert:
Die Gründungsversammlung der Tiroler Jungbauern:
Am 20. Februar 1948 trafen sich Jungbauern aus allen Landesteilen Tirols, um eine neue Sektion im Tiroler Bauernbund zu gründen. Bereits im Jänner hatte die Bundesvorstehung des Tiroler Bauernbundes beschlossen, eine eigene Sektion entstehen zu lassen und hat somit den formalen Grundstein für ein Erfolgsprojekt gelegt.
Der 20. Februar 1948 war ein besonderer Tag. Im Gedenken an den Tod von Andreas Hofer legten junge Menschen in der Hofkirche ein Gelöbnis ab, das bis heute in der Tiroler Jungbauernschaft/Landjugend Gültigkeit hat.
„Wir Jungbauern Tirols
geloben an Deinem Grabe
im Hause unseres göttlichen Bundesherrn
unserem Bauernstande
im Tiroler Bauernbunde
Treue!"
Im Anschluss fand der erste Landesbauernrat statt, bei dem das erste Mal auch offiziell Vertreter der Jungbauern Platz nahmen. Im vollbesetzten Musikvereinssaal wurde feierlich die Errichtung der Jungbauernsektion und ihre satzungsgemäße Eingliederung in den Tiroler Bauernbund verkündet und einstimmig beschlossen. Diese Einstimmigkeit war der Startschuss für die Jungbauernschaft in Tirol.
Die erste Landesleiterin wird gewählt
Das Jahr 1953 war der Beginn der Mädchenarbeit in der Jungbauernschaft. Der Grund hierfür war die Erkenntnis, dass in eine Jugendorganisation Burschen und Mädchen gehören und dass sich auch die weibliche bäuerliche Jugend, außerschulisch auf religiösem, beruflichem und kulturellem Gebiet weiterbilden muss.
War zuerst die Führung der Mädchen lose, so gab es mit 1959 bereits verantwortliche Ortsvertreterinnen und 1960 verantwortliche Mitarbeiterinnen auf Bezirksebene.
1964 begann mit der Einsetzung einer Landjugend-Referentin, bei der Landeslandwirtschaftskammer, eine sehr intensive Mädchenarbeit.
1969 war dann das Jahr, in dem die erste Landesleiterin gewählt wurde. Marianne Ortner, verehelichte Ralsner, übernahm als erste Frau die Funktion als Landesleiterin.
Mit den Wahlen der Vertreterinnen auf Orts-, Bezirks- und Landesebene begann eine äußerst positive und kontinuierliche Zusammenarbeit der Mädchen und Burschen in der Jungbauernschaft. 
Die Tiroler Jungbauernschaft öffnet sich für die gesamte ländliche Jugend
Das Charakterbild der Tiroler Jungbauernschaft hat sich im Laufe des Jahres 1969 wesentlich geändert. Nicht nur die erste Landesleiterin wurde in diesem Jahr gewählt, die Tiroler Jungbauernschaft hat sich auch für die gesamte Jugend geöffnet. Demnach lautet der offizielle Name ab diesem Jahr: „Tiroler Jungbauernschaft/Landjugend".
Sie erfüllt somit einen Auftrag, der ihr schon bei der Gründung mit in die Wiege gelegt wurde, denn es heißt schon im ersten Tiroler Jungbauernbuch von Dr. Anton Brugger:
„Seien wir mit Herz und Hand dafür, dass alles zu uns gehört, was zu uns gehören will. Wer sich im Herzen jung fühlt, wer den Bauernstand als Natur- und Nährstand schätzt und liebt, sei uns jederzeit und überall willkommen."
Landeshauptmann und Bauernbundobmann Eduard Wallnöfer stellte nun 
die Tiroler Jungbauernschaft/Landjugend auf folgende drei Säulen auf:
1.) auf die jungen Vollerwerbs- und Nebenerwerbsbauern.
2.) auf alle bäuerlichen Jugendlichen, die einem nicht bäuerlichen Beruf nachgehen
3.) und die Jugend des gesamten ländlichen Raumes, die bereit ist mitzuarbeiten und Mitverantwortung zu übernehmen.
Das erste eigene Symbol der Tiroler Jungbauernschaft/Landjugend
Im Jahr 1974 beschloss der Sektionsvorstand der Tiroler Jungbauernschaft/Landjugend unter Landesobmann Ferdinand Eberle und Landesleiterin Annelies Weber, verehelichte Jordan, ein eigenes Symbol für die Mitglieder der Tiroler Jungbauernschaft/Landjugend zu entwerfen.
Nach zwei jähriger Findungsphase mit zahlreichen Ideenwettbewerben präsentierte die Tiroler Jungbauernschaft/Landjugend im April 1976 ihr neues Symbol.
Das neue Symbol der Tiroler Jungbauernschaft/Landjugend ist eine abgewandelte Form vom Wappen des Österreichischen
Bauernbundes.
Das Wappen stellt eine erhobene Hand dar, in der sich ein Ball befindet. In der Mitte des Kreises sind die Anfangsbuchstaben JTB (Tiroler Jungbauernschaft) gestellt.
Das Symbol steht für die aufstrebende Jugend und bedeutet „Immer am Ball sein".
„Art Schwedenreuter"; Alpine Landwirtschaft – Ein Gesamtkunstwerk
In Zusammenarbeit mit dem Dölsacher Bergbauer und Künstler, Lois Fasching, wird die von Bauern gestaltete alpine Kulturlandschaft zum universellen Gesamtkunstwerk erklärt.
Es ist dies der erste großangelegte Einsatz von Landschaftsinstallationen, welche auf die Situation der bäuerlichen Bevölkerung aufmerksam machen soll.
Gemäß dem Leitsatz, dass Kunst und Kultur auch außerhalb von Museen und Galerien passiert, erklärte der damalige Sektionsvorstand die Arbeit der Bauern und die damit verbundenen Gestaltung der Landschaft zum Kunstwerk. Die Schwedenreuter standen als Symbol für die Arbeit der Bauern.
Dieses Projekt war der Startschuss für die Ortsgruppenprojekte der Tiroler Jungbauernschaft/Landjugend, die sich immer öfter über das ganze Land Tirol erstrecken. 
Projekte wie: „Tirol isst besser"; „Do bin i dahoam" oder unser diesjähriges Jahresprojekt „Wie regional ist dein Kühlregal?", bauen auf den Grundgedanken des Projektes „Art Schwedenreuter; Alpine Landwirtschaft –Ein Gesamtkunstwerk" auf.
50 Jahre Tiroler Jungbauernschaft/Landjugend – Festumzug in der Landeshauptstadt
Mit der bis dato größten und imposantesten Veranstaltung aller Zeiten beging die Tiroler Jungbauernschaft/Landjugend am 11. Oktober 1998 ihr 50-Jahr Jubiläum in der Landeshauptstadt Innsbruck.
Mit diesem Festumzug bewies die Tiroler Jungbauernschaft/Landjugend einmal mehr, dass sie die Imageträger der bäuerlichen Bevölkerung sind.
Über 6.000 aktive Mitglieder mit mehr als 200 thematisch gestalteten Festwägen begeisterten beim Festumzug mit anschließendem Stadt-Land-Fest mehr als 50.000 Zuschauer in der Landeshauptstadt.
Somit brachte die TJB/LJ wieder einmal ländliche Strukturen und bäuerliche Produkte direkt zu den Konsumentinnen und Konsumenten in die Stadt.

Ein Tag für die Geschichtsbücher – Der Weltrekord im Fahnenschwingen
Am 11. Oktober 2009, im Rahmen des Bezirkserntedankfestes der Jungbauernschaft/Landjugend Bezirk Schwaz stellten 646 Mitglieder der Tiroler Jungbauernschaft/Landjugend einen Weltrekord im Fahnenschwingen auf.
Unter Beobachtung von Landeshauptmann Günther Platter, der später auch den Rekord bestätigte, schwangen die 646 Mitglieder der TJB/LJ, fünf Minuten lang die Fahnen zum „Osttiroler Brautwalzer".
Seit der offiziellen Bestätigung von „Guinness World Records", darf sich die Tiroler Jungbauernschaft/Landjugend offiziell mit einem Guinness World Record betiteln. 
Mit dieser besonderen Aktion bewies die Tiroler Jungbauernschaft/Landjugend einmal mehr, wie wichtig es für die junge Bevölkerung in unserem Land ist, Traditionen hochzuhalten und an kommende Generationen weiterzugeben.
Heimatverbunden und Weltoffen – Das Symbol der Tiroler Jungbauernschaft/Landjugend
Durch das Mitgestalten in den Ortsgruppen, Gebieten, Bezirken und auf Landesebene gestalten alle Mitglieder unsere Heimat mit, es werden immer wieder Zeichen gesetzt. Im Jahr 2014 wollte die Tiroler Jungbauernschaft/Landjugend die Stärke, die Gemeinschaft und die Zusammengehörigkeit, unsere Traditionen und Werte, die Geschichte und die Zukunft, sowie die Beständigkeit, symbolisch darstellen.
Deshalb hat sich der damalige Sektionsvorstand dazu entschlossen ein großes Symbol zu errichten, welches diese Punkte bestmöglich darstellen soll.
Um die Gemeinschaft in der Tiroler Jungbauernschaft/Landjugend nicht nur zu symbolisieren, sondern auch zu leben, wurden zur Namensfindung alle Ortsgruppen unserer Organisation aufgefordert, sich Gedanken über einen passenden Namen zu machen.
Dank der Jungbauernschaft/Landjugend Wildermieming trägt nun unser Symbol den Namen „Heimatverbunden und Weltoffen".
Hoffen wir auch für die Zukunft, dass wir hier am Grillhof, bei unserem Symbol, Feierlichkeiten wie heute verrichten können.
70 Jahre Tiroler Jungbauernschaft/Landjugend – eine prägende Zeit für viele Generationen.
Bergfeuer zum 70 Jahr Jubiläum der Tiroler Jungbauernschaft/Landjugend
