Desmoani

Das Ehrenamt kann man nicht mit Hilfefonds retten!

Desmoani von Landesobmann Dominik Traxl

13. Oktober 2020

Zurzeit erleben wir in Österreich und vor allem auch in Tirol die Auswirkungen der Corona-Pandemie in vielen Bereichen unseres Lebens. Zuletzt waren und sind es die Reisewarnungen verschiedener Länder, allen voran unseres Nachbarlandes Deutschland, welche einen längeren Aufenthalt ohne negativen PCR-Test bzw. ohne mehrtägige Quarantäne unmöglich machen und somit die Reisefreiheit sehr stark einschränken. Durch diese Reisewarnungen und die damit verbundenen Einschränkungen kam es zu einer regelrechten Stornierungswelle in unserem Land. Im Mittelpunkt stehen also der Tourismus und die Absicherung der Wintersaison – wenn es eine solche überhaupt gibt. Es wird alles darangesetzt, diesen für unser Land so wichtigen Wirtschaftszweig in einer extrem schwierigen und fordernden Zeit anzukurbeln und somit die Existenzen im Tourismus und aller damit verbundenen Betriebe zu erhalten. Ich denke jeder kann dieser Entscheidung beipflichten. Schlussendlich geht es um Arbeitsplätze und den Wohlstand in unserem Land, hier vor allem auch im ländlichen Bereich. Bei all den Diskussionen und Maßnahmen zur Aufrechterhaltung der Wirtschaft in unserem Land fehlt mir persönlich teilweise das Augenmerk auf das gesellschaftliche Leben. Manchmal scheint es mir – etwas salopp ausgedrückt: Arbeiten-sofort nach Hause-Arbeiten, am nächsten Tag das ganze wieder von vorne und nur das erledigen was „lebensnotwendig" ist. Auf Zeit ja aber auf Dauer nein. Einschränkende Maßnahmen müssen argumentierbar sein und den Menschen auch in einer Krisenzeit gewisse Freiräume lassen. Wenn ich zurzeit an das gesellschaftliche Leben denke, so muss man ehrlich sagen, dass nahezu Stillstand herrscht. Als Landesobmann der Tiroler Jungbauernschaft/Landjugend sehe ich speziell das Ehrenamt sehr unter Druck. Unser Land lebt von der freiwilligen Arbeit und von der Bereitschaft vieler Tirolerinnen und Tirolern mehr zu tun als notwendig. Im Ehrenamt denkt niemand darüber nach nur das „Lebensnotwendige" zu machen, denn dann gäbe es kein Ehrenamt! Was ich damit sagen will: Wenn wir uns auf längere Sicht darauf einstellen nur das „Lebensnotwendigste" zu tun, sind das Ehrenamt sowie zahlreiche Vereine und Organisationen am Ende, welche unser Land auf so vielfältige Art und Weise gestalten und prägen. Und kein finanzieller Zuschuss oder Hilfsfond kann dieses ehrenamtliche Engagement wieder ins Leben rufen. Denn manche Dinge kann man mit Geld nicht wieder in Ordnung bringen. Ehrenamt ist unbezahlbar! Ehrenamt kommt von Herzen!

 

traxl.domi@gmail.com

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