Veröffentlicht: Montag, 7. Mai 2018

EU-Kürzungen würden sich massiv auswirken!

Dominik Traxl und Stephanie Hörfarter können dem Budgetvorschlag von Haushaltskommissar Günther Oettinger nichts abgewinnen. Dieser präsentierte Kürzungen im Ausmaß von sechs Prozent für die EU-Landwirtschaft im Mehrjährigen Finanzrahmen (MFR) 2021

„Diese Kürzungen sind für uns inakzeptabel“, so Traxl in einer ersten Reaktion. „Wenn das umgesetzt wird, ist die Existenz vieler Jungübernehmer und Jungübernehmerinnen in Tirol ernsthaft gefährdet und da können und werden wir nicht zuschauen“, konkretisiert Hörfarter. „Die EU-Zahlungen gehen seit 2008 kontinuierlich zurück, das wird schnell ersichtlich, wenn man sich den Grünen Bericht genauer anschaut. Viele unserer Bauern bewirtschaften ihre Betriebe im Nebenerwerb und sind auf die EU-Ausgleichszahlungen angewiesen, damit sich das Bewirtschaften für die Bauernfamilien überhaupt noch rentiert“, zeigt Traxl auf. „Die Zahlungen der EU sind an konkrete Leistungen (Erhaltung des Produktionspotenzials, Kulturlandschaft für Erholung und Tourismus, Aufrechterhaltung der Besiedelung bestimmter Regionen, Produktion hochwertigster Lebensmittel, Schutz der Artenvielfalt, Schutz vor Naturgefahren, etc.) gebunden, die Landwirte für die gesamte Gesellschaft übernehmen. Diese Leistungen bleiben nach wie vor gleich, daher ist eine Kürzung der Leistungen unvertretbar“, ergänzt Hörfarter.

In Berggebieten wie Tirol unverzichtbar

„Insbesondere für Bauernhöfe im benachteiligten Gebiet wie bei uns im Berggebiet sind die EU-Ausgleichszahlungen ein unverzichtbares Sicherheitsnetz und somit sind öffentliche Mittel für den Erhalt einer bäuerlichen und ökologischen Landwirtschaft unverzichtbar“, kritisiert die Landesleitung. Derzeit sichern EU-Ausgleichszahlungen über 100.000 Arbeitsplätze in den ländlichen Regionen Österreichs.

Abschließend unterstützen Traxl und Hörfarter die Forderung von Bauernbundobmann LHStv. Josef Geisler: „Es geht um die Chancengerechtigkeit für Bergbauernfamilien in Tirol. Wir schließen uns klar und deutlich der Forderung nach einer Obergrenze für EU-Direktzahlungen an. Die Mittel, die bei den Großkonzernen auf EU-Ebene weggestrichen werden, sollen kleinstrukturierte Familienbetriebe nachhaltig stärken. Nur so können unsere hohen Tierschutz-, Produktions- und Qualitätsstandards gesichert und die flächendeckende Landwirtschaft in Tirol erhalten bleiben. Alles andere würde dem gesamten ländlichen Raum massiv schaden“, so Hörfarter und Traxl abschließend.

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