Veröffentlicht: Sonntag, 22. April 2018

Landjugend begrüßt Vereinheitlichung der Jugendschutzgesetze

Zumindest in acht von neun Bundesländern wird es ab 01.01.2019 ein einheitliches Jugendschutzgesetz geben. Gleichzeitig unterstreicht die Landjugend Österreich ihre umfangreichen Maßnahmen, die sie bereits zur Risikominimierung bei Veranstaltungen gesetzt hat

Gleiches Recht für alle Jugendlichen in Österreich

„Als Sprachrohr der Anliegen von Jugendlichen im ländlichen Raum und als Dachorganisation von mehr als 90.000 Mitgliedern haben wir schon seit Jahren eine österreichweite Regelung für Ausgehzeiten sowie für Alkohol- und Tabakkonsum von Jugendlichen gefordert. Es war höchst an der Zeit, die unterschiedlichen Bestimmungen der Bundesländer in Einklang zu bringen. Besonders bei unseren Bundesveranstaltungen hat es bei vielen Mitgliedern für Unverständnis und Verwirrung gesorgt, dass die Regelungen des austragenden Bundeslandes oft andere sind als die der Heimatregion“, weisen Bundesleiterin Julia Saurwein und Bundesleiter Martin Stieglbauer auf die bisherige Problematik hin.

„Jahrelang haben wir uns gemeinsam mit der Bundesjugendvertretung (BJV), der gesetzlich verankerten Interessenvertretung aller Kinder und Jugendlichen in Österreich, für einheitliche Bestimmungen eingesetzt. Unterstützt durch die neue Jugendministerin Juliane Bogner-Strauß konnte nun unter acht von neun Bun-desländern eine Einigung erzielt werden, was wir sehr begrüßen“, betont die Bundesleitung der Landjugend Österreich.

Neue Regelungen ab 01.01.2019

Ab 01.01.2019 werden nun österreichweit die gleichen Bestimmungen für Alkohol- und Tabakkonsum gelten. Der Konsum von Alkohol ist ab 16 Jahren erlaubt, „harte“ alkoholische Getränke erst ab dem 18. Geburtstag – ebenso wie das Rauchen.

Nächtlicher Ausgang ist bis zum vollendeten 14. Lebensjahr bis 23.00 Uhr und bis zum vollendeten 16. Lebensjahr bis 1.00 Uhr gestattet, für ältere Jugendliche gibt es hingegen keine zeitliche Beschränkung mehr. „Einziger Wehrmutstropfen ist, dass Oberösterreich bei den Ausgehzeiten nicht bereit war, einer österreich-weit einheitlichen Regelung zuzustimmen. Als Landjugend Österreich werden wir uns dennoch weiterhin für eine allumfassende bundesweite Vereinheitlichung des Jugendschutzgesetzes einsetzen. Klare Bestimmun-gen erleichtern die Einhaltung – im Sinne aller Beteiligten“, unterstreichen Bundesleiterin Stv. Helene Binder und Bundesleiter Stv. Alexander Bernhuber.

Jugendschutz – ein zentrales Anliegen der Landjugend

„Jugendschutz ist schon seit vielen Jahren ein zentrales Anliegen der Landjugend Österreich. Aus diesem Grund werden die rund 1.200 Orts- und Bezirksgruppen auch regelmäßig in Schulungen und mit Infomaterial mit den geltenden Jungenschutzgesetzen vertraut gemacht“, ergänzt das erweiterte Mitglied des Bundesvor-standes, Martin Kubli.

Für die Einhaltung des Jugendschutzgesetzes ist vor allem die richtige Alterskennzeichnung der Jugendli-chen bei Festen sehr wichtig. Um das bei Landjugend-Veranstaltungen zu gewährleisten, bietet die Landju-gend beispielweise in mehreren Bundesländern Kontrollarmbänder an. „Das System mit den farbigen Arm-bändern hat sich bestens bewährt“, so Kubli.

„Risflecting“ - ein neuer Ansatz zur Risikominierung

„Wir als Landjugend veranstalten gerne für die gesamte Gesellschaft Feste. Diese haben im ländlichen Raum Tradition und leisten einen wichtigen Beitrag zum Gemeinschaftssinn. Gleichzeitig setzen wir alles daran, diese Veranstaltungen in jeder Weise risikominimierend zu begleiten“, so der Bundesvorstand der Landjugend Österreich. So wurde von der Landjugend Salzburg beispielsweise ein Landjugend-Party-Kompass entwickelt, der als Anleitung für Festbesucher dient und absolute No-Gos sowie wünschenswertes Verhalten beschreibt. In Niederösterreich werden bereits seit einiger Zeit Workshops unter dem Namen „VerFESTigt“ durchgeführt, bei denen Feste im Detail analysiert und punkto Rausch- und Risikopädagogik – dem so genannten risflecting® – adaptiert werden. Seit 2018 werden diese Workshops nun österreichweit, etwa gemeinsam mit den Veranstaltern von Bundesentscheiden, durchgeführt.

Rückfragen bitte an:

Landjugend Österreich

Julia Unger

Schauflergasse 6, 1015 Wien

Tel:+43 1 53441 8515

E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

www.landjugend.at

Facebook