Veröffentlicht: Dienstag, 19. Juni 2018

Heimatgefühl

Desmoani von Landesobmann-Stellvertreter Johannes Unterlechner

Vor rund zwei Wochen wurde mit unzähligen Prozessionen und Bergfeuern das Herz-Jesu-Fest gefeiert. Es ist ein alter Brauch, der im 18.Jahrhundert aufgrund der engen Verbundenheit Tirols mit dem Herzen Jesu und dem damit abgelegten Gelöbnis entstanden ist. Französische Truppen unter Kaiser Napoleon bedrohten Tirol, darum wurde unser Land unter den besonderen Schutz des heiligsten Herzen Jesu gestellt. Bis heute wird dieses Gelöbnis am Herz-Jesu-Sonntag erneuert. Aus diesem Grund werden auch die Bergfeuer als Zeichen der Erneuerung des Versprechens in ganz Tirol entzündet.

Meine Heimatgemeinde Weerberg feiert das Herz-Jesu-Fest als einzige Gemeinde Nordtirols immer noch am Herz-Jesu-
Freitag. Unzählige Fahnen- und Schützen-abordnungen, die Musikkapelle, alle Vereine und hunderte Gläubige, darunter auch die Schulkinder, pflegen die alte Tradition des Herz-Jesu-Festes. Die meisten Einwohner meiner Heimatgemeinde nehmen sich Urlaub, um bei der beeindruckenden Prozession und dem anschließenden Pfarrfest dabei zu sein. Besonders an diesem Tag verspüren viele Weerberger Heimatgefühl und Stolz auf das funktionierende Miteinander!

In Tirol haben Brauchtum und Traditionen nach wie vor einen hohen Stellenwert. Besonders imponiert mir, wie wir Jugendliche diese weiterführen und auch leben, denn das gibt mir ein Gefühl von Heimat.

Ich sehe die Jugend in der Pflicht, Tiroler Bräuche und Traditionen weiterhin zu pflegen, denn wir sind die Zukunft und dafür  verantwortlich, unsere Werte zu erhalten.

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