Veröffentlicht: Montag, 21. Mai 2018

Spazieren gehen mit dem Wolf?

Desmoani von Landjugendreferentin Magdalena Cologna

Tierschutzorganisation, Landwirtschaft, Tourismus und Wolf - Begriffe die sich nicht leicht miteinander kombinieren lassen. Dies wurde bei einer „Forum Land“ Veranstaltung in Zams zum Thema Wolf wieder einmal besonders sichtbar. Die Emotionen kochten hoch, bis schlussendlich eine Partei den Saal verlassen musste. Solche Vorfälle sollten uns zeigen, dass das Thema Wolf in Tirol hoch brisant ist und das der Handlungsbedarf noch lange nicht gedeckt ist. Vor allem die Landwirtschaft ist auf dem klarem Standpunkt, dass der Wolf bei uns kleinen Platz hat. Natürlich sehr zum Leidwesen der Tierschutzorganisationen, die solch ein besonderes Tier nur zu gern in den Wäldern und Wiesen Tirols hätte. Die Reaktionen und Emotionen die beim Thema Wolf hochkochen zeigen uns, dass gehandelt werden muss und das es Lösungen brauch bei denen die Landwirtschaft nicht darunter leidet. Denn genau hier werden sich die größten Verluste zeigen, wenn nacheinander Weidetiere gerissen werden und Landwirte das „Risiko“ einer Weide- bzw. Almwirtschaft in Kauf nehmen. Ist solch eine Zukunft, bei dem unsere Nutztiere auf ihr Weideleben verzichten müssen, nur um ein Raubtier wieder anzusiedeln überhaupt vorstellbar?

Auch für den Tiroler Tourismus wird das Thema Wolf nicht ohne Konsequenzen bleiben, oder würden Sie Erholung auf unbewirtschafteten und zugewachsenen Almen suchen?
Tierschutzorganisation, Landwirtschaft, Tourismus und Wolf - Begriffe die es nun zu verbinden bzw. trennen gilt.

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