Veröffentlicht: Dienstag, 1. Mai 2018

Fusionierung mit Weitblick?

Desmoani von Landesleiterin-Stellvertreterin Martina Kolb

Die Zusammenlegung der Sozialversicherungsträger ist bereits seit längerem in aller Munde. Im Regierungsprogramm von ÖVP und FPÖ ist die Reduktion auf maximal fünf Sozialversicherungsträger festgelegt. Den Medien zufolge scheint es, als würde die Fusion von SVA und SVB bereits eine gemähte Wiese sein. Doch wenn wir uns zurückerinnern, war die Fusion bereits vor einigen Jahren fix und fertig ausverhandelt und ist dennoch gescheitert.

Was bleibt sind jedoch viele Fragen! Werden die Besonderheiten im bäuerlichen Leistungsrecht auch in einem neuen gemeinsamen Träger ausreichend berücksichtigt? Gibt es dann noch z.B. die soziale Betriebshilfe in Zusammenarbeit mit dem Maschinenring?

Eine klare Forderung der SVB ist es, dass der gemeinsame Träger – wie bisher auch die SVB - alle drei Sparten, also Kranken- Unfall- und Pensionsversicherung enthält.

Die Stimmung bei den Bauern ist unterschiedlich, eine gewisse Verunsicherung ist jedenfalls da, natürlich auch in der Belegschaft der SVB.

Meiner persönlichen Meinung nach sind Einsparungen natürlich wichtig, nur sollte zumindest der Service und vor allem auch die Erreichbarkeit für die versicherten gewährleistet sein. Einer Leistungsharmonisierung gegenüber bin ich grundsätzlich positiv gestimmt, jedoch darf auf die Besonderheiten von gewerblichen oder bäuerlichen Bedürfnissen nicht ganz vergessen werden.

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