Veröffentlicht: Montag, 26. März 2018

Ein Brauch für alt und jung

Desmoani von Landjugendreferentin Magdalena Cologna

Lang, länger, am längsten – nach dieser Devise führten am Sonntag die Kinder und Jugendlichen in fast allen Gemeinden Tirols ihre schön geschmückten Palmstangen bzw. Palmbuschen aus.

Dieser Feiertag ist vor allem für die Jungen unter uns ein besonderes Highlight, wenn sie mit ihren aufwändig gestalteten Stangen und Buschen in die Kirche gehen. Doch auch für die ältere Generation ist es ein spezieller Tag, da der geweihte Palmbuschen eine große Bedeutung in unserem christlichen Glauben spielt.

Egal, ob im Garten für eine sichere Ernte aufgestellt, bei Schlechtwetter im Kachelofen eingeheizt oder beim Rauchengehen an den Weihnachtsfeiertagen dem Weihrauch beigefügt, für jeden hat der Buschen eine andere, aber wichtige Bedeutung. Auch für die Ortsgruppen der Tiroler Jungbauernschaft/Landjugend ist dieser Tag immer ein Grund, um gemeinsam auszurücken und der Bevölkerung zu zeigen, dass großen Wert auf Kultur und Brauchtum gelegt wird.

Die Definition des Palmesels ist aber in den verschiedensten Regionen Tirols nicht immer dieselbe. Bei den einen ist es derjenige, der als letztes aus dem Bett kommt, und bei den anderen ist der derjenige, dem seine Stange dann doch zu hoch geworden ist und der beim Tragen Hilfe benötigt.

Palmbuschen, Palmesel, Palmbrezel – alles Begriffe, die zu diesem Tag dazugehören und die diesen Feiertag so speziell und besonders im Kirchenjahr machen.

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