Veröffentlicht: Dienstag, 28. November 2017

„Krampus-Kult“

Desmoani von Landjugendreferentin Bernadette Eberl

In den kommenden Tagen werden wieder viele Kinder mit leuchtenden Augen vom Nikolaus besucht werden. Und hoffentlich kommt der Nikolaus allein, ohne seinen zotteligen Begleiter, den Krampus. Denn dann ist es meist aus mit der Freude. Doch woher kommt dieser Krampus eigentlich? Der Krampus ist im alpenländischen Brauchtum eine Schreckgestalt der Adventzeit, die den Heiligen Nikolaus begleitet. Während der Nikolaus die braven Kinder beschenkt, werden die unartigen vom Krampus, dem bösartigen Widerpart des Nikolaus, bestraft. Vor allem die Krampus- bzw. Perchtenläufe finden in den letzten Jahren immer mehr Zuspruch. Unter den Krampusmasken verstecken sich meist Jugendliche, die großen Spaß daran haben, Passanten zu erschrecken und Gleichaltrigen mit ihren Ruten hinterher zu jagen. Dabei machen sie von ihren langen Ruten auch regen Gebrauch. Wobei es in letzter Zeit immer wieder zu schweren Verletzungen gekommen ist. Es ist traurig, dass ein paar schwarze Schafe im Schutz der Maske die Kontrolle über sich verlieren und dadurch alle Teilnehmer in Verruf bringen.

Bei all den Shows sollten wir doch den wahren Grundgedanken der Krampusse nicht vergessen und uns manchmal wieder auf unsere traditionellen Werte besinnen.

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