Veröffentlicht: Mittwoch, 1. November 2017

Ein Dorf im Wandel

Desmoani von Landesobmann-Stellvertreter Sandro Gstrein

Vergangenes Wochenende fand wieder eines der größten Tiroler Sportspektakel statt – der Weltcupauftakt in Sölden. Dieses Event leitet jährlich einen Prozess ein, aus dem ein Kuhdorf sich in eine glitzernde Kleinstadt ändert. Kaum zu glauben, wie sich die Stimmung innerhalb weniger Stunden in einem kleinen Bergdorf verändern kann. Am Freitag gegen Mittag ist Sölden noch ein Kuhdorf, in das sich touristische Bettenburgen verirrt haben. Die wenigen Leute auf der Straße, sind zum größten Teil noch Einheimische und auf der Hauptstraße sind noch einige Bauern mit ihren letzten Fuhren Mist unterwegs – idyllisch irgendwie. Wenige Stunden später hat sich dann das ganze Dorf gewandelt. Aus dem verlassenen Bergdörfchen wird eine glitzernde Stadt. Tausende Menschen wollen sich den Skiweltcupauftakt nicht entgehen lassen. Gleichzeit ist dieses Event auch der Startschuss für eine neue Wintersaison. Wer nicht hier wohnt, kann sich diese Veränderung gar nicht vorstellen. Und genau diese Veränderung macht doch den Reiz, in Tirol zu leben, aus. Es ist kaum ein Tag wie der andere und die Vielfalt sowie der Tourismus geben ihr Übriges. Vielleicht ist genau dies der Grund, warum es bei uns doch noch viele Junge am Land hält und die Landflucht in Tirol noch nicht so stark ist wie in anderen Regionen. Ein Gefühl des Stolzes überkommt mich, wenn ich über unsere Heimat als blühende Tourismusregion und doch auch Region der Stille nachdenke.

Tiroler Bauernbundball 2018

 

 bbballplakat18


 

 

 
 

 

 

Facebook